Der König und sein Parlament

Produktion: Tellux Film

Sender : Bayerischer Rundfunk

Dokuspiel 2 x 45 min

Regie: Gabriele Rose

Drehzeit: Mai bis Juli 2018

 

Von der ersten Verfassung 1818 bis zum Sturz der Monarchie 1918 erzählt der Zweiteiler den langen und steinigen Weg bis zur Mitbestimmung des Volkes im Freistaat.

In aufwendigen Spielszenen haben wir versucht, diese Zeit wieder auferstehen zu lassen.

Sendetermin:

Teil 1:

Bayerns Weg zur Demokratie – Der König und sein Parlament

05.11.2018 um 21:00 Uhr

Bayerischen Rundfunk

Teil 2:

Bayerns Weg zur Demokratie – Das Volk und seine Macht

12.11.2018 um 21:00 Uhr

Bayerischen Rundfunk

Die Sony Venice das erste Mal am Set  -  Ein Erfahrungsbericht :

Erst zwei Tage vor Drehbeginn im Juli 2018 kam die neue Firmware von Sony raus, mit der die Kamera auch 25p aufnehmen konnte. Wir waren sehr froh, die Kamera bei unserem zweiteiligen Dokuspiel "BAYERNS WEG ZUR DEMOKRATIE" unter harten Fernsehalltagsbedingungen ausgiebig testen zu können. Ein großer Dank geht da an BPM und Stefan Heiland, die uns das ermöglichten.

Ich konnte mit der Kamera schon Monate vorher Aufnahmen machen und sie gegen meine gut bekannte FS 7 testen. Ich war begeistert und auf den Dreh sehr gespannt.

 

Das Setting:

VENICE - Body mit Zubehör von Vocas

Sigma - Zooms 18-35 und 50-100 T2.0 PL-Fassung

Satz Rokinon EF Festbrennweiten Vollformat

Aufnahme in S35 oder Vollformat in 4K XAVC-Intra

S-Log3 im Cine EI - Modus

 

Erste Einschätzung:

Schon bei den ersten Testaufnahmen im April waren mir die sehr guten Hauttöne und die ausgezeichnete natürliche Farbdarstellung aufgefallen. Auch der Belichtungsspielraum ist mit ca. 15 Blenden ausreichend bemessen und deckt sich mit meinen Erfahrungen beim Dreh. Starke Lichter gehen sehr schön in ein klares Weiß über. Die Grauabstufungen im unteren Bereich sind so vielseitig, dass wir oft noch Schwarzblenden aufgestellt haben, um die Aufhellung zu mindern. Ich war immer wieder begeistert, was für tolle Farben und Bilder wir im Setmonitor sehen konnten, obwohl wir nur die Standardlut Rec709-A fürs Monitoring ausgespielt hatten.

Durch die lichtstarken Sigma - Zooms und die Festbrennweiten hatten wir auch nachts die Kamera nur bei 500 ASA laufen lassen. Ein Test zeigte mir aber, dass auch bei der zweiten Base ISO Einstellung von 2500 ASA Rauschen nicht zu sehen war. Das geringe Rauschen bei Kunstlicht gerade im Blaukanal - der ja sowieso schon durch die Kompression stiefmütterlich behandelt wird -  ist auch ein großer Vorteil gegenüber den bisherigen F55 / F5 / FS7, die da deutliche Schwächen zeigen. Im S-Log3 belichte ich bei diesen Kameras aus diesem Grund grundsätzlich eine Blende über.

Das ist mir der Venice nicht mehr nötig

Handling:

Die Kamera ist relativ leicht und kompakt, wenn sie nicht mit dem Andockrecorder AXS-R7 betrieben wird. Den braucht man dann, wenn man in RAW oder dem wirklich hervorragenden neuen komprimierten Sony - RAW Format X-OCN  ST aufnehmen will. Das muss man dann je nach Projekt entscheiden. Für die Nachbearbeitung hat man so aber eine händelbare Datenrate zur Verfügung, die mit 16 Bit in der Post dann richtig Spaß macht.

Nach dem aussergewöhnlich schnellen Start verbraucht die Venice mäßig Strom. Die Bedienung und das Menü sind einfach und selbsterklärend. Ein echter Zugewinn ist der variable ND - Filter in Ein-Blendenstufen. Das macht Spaß und spart enorm Zeit am Set.

Ein ganz großer Vorteil ist für mich das E-Mount unter dem PL-Mount. Somit ist der Vielfalt an Objektiven an dieser Kamera keine Grenze gesetzt. Dieses E-Mount-Konzept hat mich schon bei der FS 7 begeistert und ich bin froh, dass die Venice als neues Flaggschiff diese Möglichkeiten auch bietet.

Fazit:

Die Kamera ist zuverlässig gelaufen und wir hatten keine Probleme am Set. Es macht wirklich Spaß, mit der neuen VENICE zu drehen. Wenn die Kamera dann bald noch höhere Frameraten bietet, bin ich eigentlich wunschlos glücklich.

Derzeit freue ich mich auf die Farbkorrektur.